Erst einmal - Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird oder nichts wird so kalt getrunken, wie es gezapft wird.
Es gibt auch Verbindungen, die nehmen es mit allem recht genau, v.a. schlagende, die wir allerdings großartig kennen und nicht unbedingt den Kontakt haben, weil sie eben "anders" sind, aber wir respektieren auch anders Denkende. Jeder Bürger und vorallem ein Student muß selbst wissen, was ihn interessiert und was gut für ihn ist. Wir sind eine Gemeinschaft, die einfach gern Leute kennenlernt, und bei Sympathie diese Leute gerne wiedertrifft, um weitere Gespräche zu führen und Freundschaften über viele Jahre entstehen zu lassen und zu pflegen.
Eine Verbindung ist hierfür geradezu ideal, weil es oft jahrzehntealte Freundschaften über und mit diversen Verbindungen gibt - auch Leute sterben - die Verbindung bleibt.
Häufig entstehen durch das Verbindungsleben über Grenzen hinweg, sogar Freundschaften für's Leben. Es ist auch möglich Mitglied in mehreren Verbindungen zu sein, was v.a. bei den Älteren Herren häufig vorkommt. Das liegt eben hauptsächlich daran, daß eine Verbindung normalerweise nur lokal an einem Studienstandort existiert und Leute ziehen eben mal um, und dann ist es meistens so, daß man trotzdem an einem Verbindungleben teilhaben kann, da oft eine befreundete Verbindung in der Nähe des neuen Wohnsitzes existiert und man deshalb selten ein Fremder in einer anderen Stadt sein muß.
Sehr schön und lehrreich ist der Austausch der Generationen, den man sonst auch nicht so einfach hat (außer vielleicht auf Familienfesten) und man trifft immer wieder neue und interessante Persönlichkeiten aus vielen Bereichen, ...
Das Prinzip des Miteinanders von Jung und Alt ist hier schon lange verwirklicht!
Bezüglich "Sauferei" gibt es eigentlich nur zu sagen, Bier (es ist auch alkoholfrei "erlaubt") ist schon seit ewigen Zeiten dabei, wenn man sich zu geselliger Runde mit Freunden trifft. Wir glauben auch nicht, daß jemand der in keiner Verbindung ist, deshalb kein Bier zusammen mit jemanden trinkt. Härtere Sachen sind in der Regeln die große Ausnahme. Das kann natürlich genauso "ausarten", wie bei anderen gesellschaftlichen Zusammenkünften auch, aber es geht hier üblicherweise geordneter zu als auf "normalen" Festen und der Umgangston bewegt sich normalerweise auf höherem Niveau als man es von alltäglichen Veranstaltungen kennt.
Daß diese ganze Geschichte um die Sauferei nichts neues ist, sondern schon um die Jahrhundertwende ein heißes Thema war belegt der nachfolgende Text aus dem Jahre 1899!!!
Über das organisierte "Studentische Massenbesäufnis"
